Warum sind Mutter, Vater, Brüder und Schwestern eigentlich so wichtig für mich?

Ein Zugang zum Verstehen von Familiendynamik

1.) Die Familie ist der erste Ort unseres Werdens. Damit wird eine (fast) leere Landkarte (unser ich) mit Informationen gefüllt. Diese Erfahrungen bilden den Grundstock unsere Ich-Definition „Wer bin ich", und geben uns Halt in der Frage „Woher komme ich".


2.) Unsere Familie ermöglicht uns die erste Befriedigung unserer Bedürfnisse. Sie steht vor allem für Zugehörigkeit, Nähe und Sicherheit. Sie ernährt uns nicht nur körperlich, sondern auch emotional und seelisch. Es entsteht Bindung, und ein Gewissen dafür.


3.) Jede Familie durchläuft typische Phasen der Entwicklung (u.a. Paarbildung; Geburt eines Kindes; Geburt des nächsten Kindes; individuelle persönliche Veränderungen: Pubertät, neuer Job, Einschulung; bis hin zum Verlassen des Elternhauses). Diese Umbrüche bedürfen immer wieder einer inneren und äußeren Reorganisation. Damit stellen sie Krisen dar, die viel Potenzial für problematische und symptomatische Entwicklungen haben.


4.) Es gibt in Familien typische Abfolgen und Konstellationen von Interaktionen, sogenannte Familien-Muster. (Manche davon sind allgemein gültig. Andere sind eingeschränkt auf einen Kulturkreis. Wieder andere gibt es nur in einzelnen Familien). Diese werden individuell, kognitiv-emotional (entsprechend den Prägungen (1.)) erlebt, verarbeitet und damit auch weiter entwickelt. Sie bilden damit auch unsere individuellen (zumeist unbewussten) Handlungs-Muster. Andere Familienmitglieder wirken entsprechend ihrer individuellen und der Familien-Muster auf uns ein, und wir wirken, wiederum entsprechend beider Muster auf sie zurück. Damit wirken wir alle gleichzeitig auf alle Muster ein und entwickeln sie und uns selbst damit weiter. Dadurch wird jedes Familienmitglied, im Sinne der Muster, zu einem Teil von Dir selbst.


5.) Aufgrund sehr langer Zeit, haben sich kulturell sehr typische Familien-Muster herausgebildet. Bei uns in Mitteleuropa ist es vor allem die Kleinfamilie mit einer klaren Ordnung, zugeordneten Funktionen und Aufgaben von Familienmitgliedern und einer Sicherheitsfunktion (einem sozialen Netz) nach außen.


Grundlegende Erkenntnisse

Der Mensch reflektiert sich. Bewusst aber auch unbewusst.

Das eigene Sicherheitsgefühl oder Selbstbewusstsein, die Grundüberzeugung, die unbewusst wirkenden Glaubenssätze „Ich bin, und das ist gut so! Ich habe das Recht hier zu sein! Ich habe alles was ich brauche!" und damit die eigene Grundenergie oder Urkraft des Ichs, beziehen wir zu einem großen Teil aus:

  • einer gelungenen Ich-Definition (1.),
  • der Befriedigung von Bedürfnissen zum rechten Zeitpunkt (2.),
  • aus gelungenen Entwicklungsphasen (Umbrüchen) (3.), und
  • dem persönlichen emotionalen Wohlfühlen innerhalb der Familien-Muster (4.) und 5.) auch zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die individuelle Entwicklung und Sozialisation fortgeschritten ist.*


Zu den allgemein gültigen Familien-Mustern gehört, dass jedem „Nicht-Gelingen" im System der Familie, ein Versuch des Ausgleichs oder der Reparatur folgt. (Das ist übrigens in jedem sozialen System so.) Jeder Versuch des Ausgleichs erzeugt einen inneren Widerspruch (Konflikt), der bis zur Auflösung bestehen bleibt. Geht es dabei um ein bestimmtes Familienmitglied wird eine zusätzliche (nicht funktionale, auf Dauer belastende) Verbindung hergestellt.


Ebenso allgemein gültig ist, das das Überleben des Systems (besser der Systemvorteile für den Einzelnen) unbewusst über dem individuellen Wohlbefinden steht. Ist zum Beispiel während der Kindheit eine Versorgungsfunktion durch einen Erwachsenen nicht besetzt, reagieren wir unwillkürlich, entsprechend unserer Familien-Muster (3.)). Wir übernehmen Aufgaben und Positionen für die wir (noch) nicht reif sind und bemühen uns nach unseren Möglichkeiten diese Funktion zu erfüllen.


Wir alle reagieren emotional, wenn es um Familie geht, sehr ähnlich, bis hin zu gleich. Die Grundlegungdafür erfolgt wie in Punkt 4.) und 5.) beschrieben.


Mutter, Vater, Brüder und Schwestern sind so wichtig für mich, weil sie – wie beschrieben im Sinne der wirkenden „Muster" – ein Teil von mir sind, und die Beziehung zu ihnen oft durch systemische Verstrickungen (nicht funktionale zusätzliche Verbindungen) belastet ist.


Wenn also Dein persönliches emotionales Wohlfühlen innerhalb Deiner Familien-Muster nicht ganz so ausgeprägt ist, arbeite an der Lösung Deiner systemischen Verstrickungen


Das geht mit Familienaufstellungen, Kinesiologie, Lebensberatung und Psychotherapie.

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